Eugene O'Neill

Jenseits vom Horizont

Inszenierung: Samir Yacoob

Herzlich Willkommen beim Schauspiel Murnau

Im Jahr 2013 trafen sich einige Theaterbegeisterte in Murnau und gründeten einen Kulturverein mit dem Namen „Al minassa“ (arabisch für „Die Bühne“), der als „Schauspiel Murnau“ bekannt ist.

Seit 2014 ist diese Theatergruppe bestrebt, intellektuell anspruchsvolle Stücke für ein breites Publikum zum Erlebnis werden zu lassen.

Wir sind stets offen für Menschen, die gerne zusammen mit uns kreativ werden oder organisatorisch etwas auf die Beine stellen wollen.

Neugierig geworden? Sprechen Sie uns an!


Termine

Über das Formular auf der linken Seite können Sie Tickets für eine unserer Aufführungen kaufen.

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Weitere Karten sind außerdem im Kaffeehaus Kröner, Murnau, erhältlich.

Zum Regisseur

Der aus Ninive im Nordirak stammende Samir Yacoob studierte in Bagdad sowie in Mosul Theaterwissenschaften, Schauspiel und Bühnentechnik. Er wanderte nach Deutschland aus und lebt seit 2001 mit seiner Familie in Murnau, wo er seine Leidenschaft für das Theater wieder aufgriff und sich nach und nach einen Namen in der Kulturszene gemacht hat.

Seine bisher inszenierten Theaterstücke in Murnau:

2010- „Das Niesen“ von Neil Simon
2011- „Der Bockerer“ von Ulrich Becher & Peter Preses
2011- „Ten Little Soldier Boys“ von Agathe Christie
2012- „Der letzte Tod von Jonathan Swift“ von Grigorij Gorin
2012- „Die Weiße Rose“ von Lillian Groag
2014- „Der Theatermacher“ von Thomas Bernhard
2015- „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch
2016- „König Lear“ von Shakespeare
2017- „Maria weint“ von Klaus Remlinger
2018- „Das letzte Band“ von Samuel Beckett
2018– „Tod eines Handlungsreisenden“ von Arthur Miller
2020- „Dorf ohne Männer“ von Ödön von Horváth
2023- „Der Selbstmörder“ von Nikolai Erdmann
2025- „Herostrat“ von Grigorij Gorin

Sie müssen ihre Fehlentscheidungen erkennen und überwinden. Erst dann können die Weizenhalme auf dem Feld wieder mit ihnen zusammen gedeihen.

Zum Autor

Eugene O’Neill (1888 – 1953) gilt als Vater des modernen US-amerikanischen Dramas. 1936 erhielt er als einziger amerikanischer Dramatiker den Nobelpreis für Literatur.

Als Sohn eines Schauspielers kannte er das Theaterleben von klein auf. Nach abgebrochenem Studium arbeitete er zunächst als Seemann und später als Goldsucher.

Mit 23 Jahren entdeckte er das Schreiben als seine Begabung und Ventil. Geprägt von persönlichem Leid, von Sucht und Glaubenskrisen schrieb er Stücke, die kompromisslos in die Abgründe der menschlichen Seele blicken. Die meisten seiner Stücke erzählen von Menschen, die durch Selbstbetrug versuchen, der Verantwortung ihres Lebens zu entfliehen, und die letztlich an verdrängter Schuld, falschen Gefühlen und Resignation zerbrechen.

Weitere zentrale Themen sind die Suche nach Sinn in einer unberechenbar und sinnlos gewordenen Welt sowie die anklagende Auseinandersetzung mit der göttlichen Daseinsmacht. Für sein Drama Jenseits vom Horizont erhielt O’Neill 1920 den Pulitzer-Preis.

Zu unserer Bearbeitung

Jenseits vom Horizont erzählt von zwei Brüdern und einer Frau – von ihren Träumen, Sehnsüchten und unterdrückten Gefühlen. Und davon, wie falsch eingeschlagene Lebenswege alles zerstören können. Es ist unser Anliegen, die Figuren mit all ihren Widersprüchen und Hoffnungen auf der Bühne besonders deutlich darzustellen.

Darum haben wir einige Änderungen vorgenommen, um das Stück lebendiger und zeitgemäßer zu gestalten. Die entscheidendste Änderung betrifft den Schluss. Das Ende des Originalstücks erscheint uns düster und ungerecht. Warum sollte der Tod des einen der Schlüssel zum Glück der beiden anderen sein?

Sollten nicht vielmehr die drei Charaktere den Schlüssel zum positiven Wandel in sich selbst finden und nicht durch einen Vermittler, den Tod?

Heinrich Müller - Arzt
Jörn Wolgram - Dirk
Toni Schlögel - Ben
Monika Jung - Maren
Christina Remlinger - Ruth
Heidi Pantele - Heike
Andi Schneider - Rob
Peter Keller - Hans
Michael Fischer - Andi